Wanderungen

Troodos-Ausläufer


trockenen Fußes über ozeanische Kruste


Die Troodos-Ausläufer im Nordwesten reichen bis hinunter zur Küste und bilden den Paphos-Wald. Vielfach findet sich hier die für diese Höhenlage typische Kiefer, die Pinus brutia, die mit ihrem lichten, frühlingshaften Grün einen interessanten Kontrast zum tiefblauen Meer bildet. Das Gestein ist vulkanischen Ursprungs und – eine große Seltenheit – Teil ehemaliger ozeanischer Kruste. Es bietet Einblicke in die komplexe geologische Genese der Insel, die ihre Anfänge im Meer hatte – bemerkenswert ist, auch die Inselgöttin wurde aus dem Meer geboren.

An die Troodos-Ausläufer schließen sich im Hinterland von Pafos die mächtigen Sedimentgürtel an. Der Weingott liebt diese Böden und die hier gekelterten Weine erweisen Zypern als der Wiege des Weinanbaus im gesamten Mittelmeerraum alle Ehre.

Zypern, Karte, Troodos


Kinousa

Auf alten Kupferwegen


Hoch über dem Zentrum der Bucht, beim Dorf Kinousa, starten wir auf einem Forstweg in den zyprischen Nadelwald hinein. Wir passieren verlassene Minengänge, Zeugen der langen Geschichte des Kupferabbaus. Vorbei an eindrucksvollen Formationen von Kissenlava und Ganggestein, Teile ehemaliger ozeanischer Kruste, geht es zunächst gemächlich auf idyllischen Waldwegen, bevor wir den Anstieg mit teilweise steilen Abschnitten über die Feuerschneise beginnen – begleitet von duftenden Pflanzen wie Lavendel.
Der Weg bietet Panoramasicht aus Vogelperspektive über die gesamte Bucht und führt uns schließlich wieder ins Dorf hinunter.



Pano Gialia

Rund um das Tal


Östlich von Polis wandern wir rund um das Tal eines ehemals türkisch-zyprischen Dorfes und beginnen unsere Wanderung oberhalb einer alten Wassermühle, die von vergangenen Zeiten erzählt. Der Pfad führt entlang eines alten Bewässerungsgrabens aus der britischen Kolonialzeit hinauf auf den Forstweg des Pafos-Waldes. Mit Panoramablicken hinunter ins Tal von Gialia und die Chrysochous-Bucht wandern wir zwischen Kiefern durch eine reiche Vegetation mit einheimischen und endemischen Pflanzen. Weiter abwärts geht es in ein kleines Flussbett gesäumt von Zitrusplantagen. Mit etwas Glück begegnet uns unterwegs das scheue, endemische Mufflon.



Pomos

Hoch über der Goldbucht


An der östlichen Flanke der Chrysochous-Bucht, vorbei an Zitrus- und Mandelbäumen, führt der Weg hinauf in den Pafos-Wald. Mit atemberaubenden Blicken auf die Bucht von Chrysochous und die Akamas-Halbinsel erreichen wir unseren Rastplatz auf 580m, dem höchsten Punkt unserer Tour. Ein vergessener Forstweg führt uns tiefer in den Wald hinein und bietet weite Ausblicke auf die vor uns liegenden bewaldeten Hügel und einen idyllisch gelegenen Stausee.
Der Abstieg erfolgt über eine Feuerschneise mit teilweise steilen Abschnitten und ermöglicht Panoramablicke auf das offene Meer und das kleine Fischerdorf Pomos.



Pelathousa

Zwischen Berg und Meer


Das kleine Dorf Pelathousa oberhalb der Bucht von Polis begrüßt uns mit seiner alten Moschee – Startpunkt für unsere Wanderung. Auf einem schmalen Pfad mit Blick auf eine stillgelegte Kupfermine erfolgt unser Anstieg, bis wir ein bewirtschaftetet Plateau erreichen. Der Weg ist gesäumt von den hochaufragenden Stängeln des Riesenfenchels, von duftenden Kräutern wie Salbei, Majoran und Thymian – im Frühling auch von einer Vielfalt von wilden Orchideen. Mit einigen Ab- und Anstiegen geht es auf Forst- und Feldwegen durch das hügelige Ackerland mit Blick auf die gegenüber liegenden Bergdörfer der Troodos-Ausläufer. Auf unserem Rückweg erstreckt sich vor uns das Panorama des fruchtbaren Tals der Chrysochous-Bucht mit dem drittgrößten Stausee der Insel hinweg bis zur äußersten Spitze der Akamas-Halbinsel.